Kompetenzbereich Demenz

Seit der Entdeckung der Krankheit Demenz vor ca. hundert Jahren, hat die Zahl der Betroffenen in den letzten fünfzehn Jahren dramatisch zugenommen. Die Zahl der dementiell erkrankten Bewohner hat auch in unserer Einrichtung stetig zugenommen. Aus diesem Grund sind wir gefordert, unsere konzeptionelle und strukturelle Ausrichtung den Bedürfnissen der Menschen mit einer Demenz anzupassen. Unser grösster Schritt auf diesem Weg, ist der im Juli 2010 eröffnete Neubau, der den an Demenz erkrankten Menschen ein beschütztes Wohnen bietet. Die Menschen mit einer Demenz leben somit in unserer Alters- und Pflegeheim AG in einem segregativen Wohnkonzept, was bedeutet, dass die Betroffenen in einem gesonderten Bereich zusammen leben und der durch seinen abgeschlossenen Bereich ein Weglaufen auf unauffällige Art und Weise verhindert.

Es ist unser Ziel, das Geschützte Wohnen (Demenzabteilung) als Lebensraum für Bewohner und Bewohnerinnen zu sichern und Wohlbefinden und Lebensqualität zu ermöglichen. Die Pflege ist bestrebt, durch Wertschätzung dem Bewohner, der Bewohnerinnen das Gefühl zu vermitteln, sich mit seinen verbliebenen Möglichkeiten aktiv und kompetent zu erleben, in einer Atmosphäre des Vertrauens und des angenommen sein. Dazu gehört Freude und Spass zu haben, sich sicher und angenommen zu fühlen und trotz Einschränkungen ein möglichst hohes Mass an Autonomie zu erleben.

Das Verhalten von Bewohner, Bewohnerinnen kann uns ein Hinweis sein, wie sich die betreffende Person fühlt, wobei wir davon ausgehen, dass hinter jeder Verhaltensweise eine Logik steht, die es zu entschlüsseln gilt. Mit Toleranz und Akzeptanz wollen wir einen grossen Handlungsspielraum bieten, der es ermöglicht, dass der an Demenz erkrankte Mensch seine Emotionen und Bedürfnissen leben kann.